Psychische Erkrankungen in Schwangerschaft und Wochenbett –

Symptome erkennen und richtig reagieren

Eine Schwangerschaft und das anschließende Wochenbett stellen im Leben einer Frau eine Zeit voller Veränderungen dar, auf die Frauen sehr unterschiedlich reagieren. Teilweise zeigen sich jedoch auch Verhaltensänderungen, die nicht immer ausschließlich durch die Schwangerschaft und Geburt bedingt sind, sondern auch Ausdruck einer postpartalen psychischen Erkrankung sein können. In diesem Fall kann eine frühzeitige Diagnosestellung helfen, die Lebenssituation der Betroffenen zu verbessern, die unmittelbaren Auswirkungen auf das Neugeborene möglichst zu begrenzen und mögliche schwerwiegende Folgen zu vermeiden. Dabei kommt den Hebammen, die besonders nach der Geburt die Frauen betreuen und in der Regel einen engen Kontakt mit ihnen aufbauen, eine besondere Rolle zu.

Um die Einschätzung und den Umgang besonders mit „grenzwertigen“ Situationen zu erleichtern, werden die Symptome der verschiedenen Krankheitsbilder mit Blick auf die besondere Lebenssituation der Betroffenen auch anhand von Fallbeispielen ausführlich beschrieben. Es werden Prädiktoren vorgestellt, die möglicherweise bereits in der Schwangerschaft auftreten und als Warnzeichen verstanden werden können. Weiterhin werden Fragebögen eingeführt, die zur Einschätzung der Situation eingesetzt werden können. Es werden Informationen und Anregungen für den adäquaten Umgang mit Betroffenen und deren Partner_innen gegeben sowie weitergehende Unterstützungsangebote vorgestellt.

Das Ziel des Vortrags besteht darin, allen Kolleginnen Fachwissen an die Hand zu geben, um künftig mit mehr Gelassenheit und Selbstvertrauen in diesen schwierigen Situationen zu handeln. Dabei sollen Möglichkeiten und Grenzen der Hebammenbetreuung erkannt werden.

 

Inhalte:

  • Prädiktoren für das Auftreten von psychischen Erkrankungen in Schwangerschaft und Wochenbett

  • Symptome von Depressionen und Psychosen sowie Angst und Zwangsstörungen in Schwangerschaft und Wochenbett

  • Abgrenzung von Babyblues und postpartaler Depression

  • Vorstellung von Diagnoseinstrumenten (EPDS/PPBQ)

  • Verlauf der Erkrankung sowie Auswirkungen auf das Neugeborene

  • Umgang mit Betroffenen und deren Angehörigen, Vernetzung

  • Möglichkeiten und Grenzen der Hebammenbetreuung

 

 

 

 

Termin:                      26.11.2021 10-14.15 Uhr

Ort:                          wird noch bekanntgegeben, auf alle Fälle in Bonn (alternativ per Zoom)

Kosten:                      65 Euro

Zertifizierung              anerkannt im Sinne der Hebammenberufsordnung NRW

Teilnehmerzahl            max. 17

Dozentin:                   Stefanie Heer, Hebamme & Dipl.-Psychologin,

                               Familientherapeutin/Supervisorin

                               www.stefanie-heer.de

 

Anmeldung oder Fragen: Stefanie.heer@googlemail.com

Schwangere Fotografie